Programm TAoME 2026

© Claudia Höhne

TAoME Vol. X 4.–6. März 2026:
“Out of control – (Mit-)Verantwortung”

Vom 4. bis 6. März 2026 fand das Symposium „The Art of Music Education“ zum zehnten Mal statt und widmete sich der Rolle von Konzertinstitutionen in den Gesellschaften des 21. Jahrhunderts.


Unter dem Titel „Out of Control – (Mit-)Verantwortung“ diskutierten die Teilnehmenden Arbeitsweisen, Ansätze und Visionen großer Kulturorte – vor dem Hintergrund wachsender Dynamik, Komplexität und Unbeherrschbarkeit in vielen Lebensbereichen.

Inhalt

Politische Disruptionen, gesellschaftliche Polarisierung und Polykrisen bildeten das Hintergrundrauschen, vor dem sich Institutionen fragen: Welches Versprechen machen wir den Menschen – und welches können wir erfüllen? Was ist unsere künftige Rolle als Konzert- oder Opernhaus, als Orchester oder Musikfestival? Welche gesellschaftlichen Entwicklungen können wir auffangen (z. B. Vereinsamung), welche kontrastieren (z. B. Live-Erlebnis statt Bildschirm) und wo können wir neue Formen des Umgangs vorleben (z. B. Partizipation und das Teilen von Deutungshoheit)?

Dieser Themenstrang beleuchtete in Inputs und Panels den Stand der Musikvermittlung im Jahr 2026: ihre Position im Konzertbetrieb, ihre Ausstattung und ihre Wirkweise. Anhand ausgewählter Beispiele – nicht repräsentativ, aber exemplarisch – wurde sowohl zurück- als auch nach vorn geblickt. Besonders im Fokus stand die Frage, was sich seit der ersten Ausgabe im Diskurs und in der Praxis verändert hat.

„Verantwortung ist teilbar – Teilhabe ist Mitverantwortung.“ Dieser Themenstrang griff den Trend partizipativer Kulturarbeit auf. Diskutiert wurde, was es bedeutet, Verantwortung und Urheberschaft stärker zu teilen und Mitverantwortung einzufordern und zuzulassen. Wie können sich Institutionen darauf vorbereiten? Wie lässt sich mit Unbeherrschbarkeit und Kontrollverlust umgehen? Und wo bietet Disruption gerade in den Künsten auch Chancen? Entsprechend prägte das Thema auch die Arbeitsweise der Konferenz: Nach großer Resonanz auf den Call for Participation gestalteten Teilnehmende das Programm mit Praxisberichten und setzten Impulse für Diskussionen.

Im Fokus dieses Strangs standen zukünftige Entwicklungen: Welche Faktoren werden Musikvermittlung und Konzerterlebnisse künftig beeinflussen? Wie wird sich das Feld weiterentwickeln? Erweitert sich das Rollenverständnis von Künstlerinnen und Künstlern – und wenn ja, wie? Als ein möglicher Bezugspunkt wurde etwa das Konzept der „artistic citizenship“ diskutiert. Darüber hinaus ging es um die Frage, welches Verständnis von (Kunst-)Musik wir weiterentwickeln wollen – und wie sich dabei überkommene Rollenbilder des 19. Jahrhunderts überwinden lassen.

Programm

ab 13:00 Uhr
Welcome 1st day: Anmeldung und Akkreditierung, Foyer Körber-Stiftung

14:00 Uhr
Eröffnung und Begrüßung, KörberForum

Eva Nemela – Körber-Stiftung,
Christoph Lieben-Seutter – Elbphilharmonie,
TAoME-Team:
Anke Fischer – Elbphilharmonie,
Kai-Michael Hartig – Körber-Stiftung

14:30 Uhr
Revue: Drei aktuelle Themen vergangener TAoME Ausgaben, KörberForum
1. Young Audiences – Constanze Wimmer
2. Multi Diverse Urban Societies – Katherine Zeserson (englisch)
3. What Keeps Societies Together – Lydia Grün

Musikvermittlung ist keine Erfindung des 21. Jahrhunderts. Doch neue Konzerthausbauten, Festivals, Formate, Ensemblegründungen, die Digitalisierung und gesellschaftliche Veränderungen haben der Musikvermittlung in den letzten drei Jahrzehnten zahlreiche Impulse gegeben. Wir fragen drei langjährige Wegbegleiterinnen bzw. Expertinnen in der Musikvermittlung nach ihrem persönlichen Blick zurück auf eine Szene, die sich seit den 2000er Jahren enorm gewandelt hat.

15:30 Uhr
Keynote: Kultur und Entzivilisierung – eine Standortbestimmung auf schwankendem Grund, KörberForum
Harald Welzer, Soziologe und Sozialpsychologe

Wo bleibt die Kultur, wenn der Firnis unserer Zivilisation brüchig wird und unser sicher geglaubtes Werte-Terrain ins Wanken gerät? Was sind Antworten auf eine Welt, deren Wandlung in Ausmaß und Geschwindigkeit kaum noch zu erfassen ist? Und welche Rolle können Kulturinstitutionen für die Stärkung einer demokratischen Gesellschaft übernehmen, wenn sie sich – mit Realitätssinn – der eigenen Potenziale besinnen? Der Soziologe Harald Welzer wirft einen Blick auf unsere Gegenwart und manche trügerische Gewissheiten.

16:15 Uhr
Kaffeepause, Foyer Körber-Stiftung

16:45 Uhr
Breakout-Sessions: Reflexion der drei Impulse
1. Constanze Wimmer – Young Audiences (Fleeträume, EG)
2. Axel Petri-Preiss – Multi Diverse Urban Societies (Start-Hub, 1.OG) englisch
3. Lydia Grün – What Keeps Societies Together (KörberForum, EG)

20 Jahre Musikvermittlung und 10 Ausgaben TAoME – welche Fragen von 2008 sind heute noch aktuell, welche neuen Themen liegen heute vor der Musikvermittlung, wie hat sich das Feld verändert? In drei parallelen Breakout-Sessions wollen wir Euren Fragen und Herausforderungen in der täglichen Arbeit Raum geben und diese anschließend zusammentragen.

17:30 Uhr
Ergebnispräsentation der Breakout-Sessions, KörberForum

18:00 Uhr
Blick in die Praxis: Blitzlichter, KörberForum

Aus den zahlreichen Einsendungen auf den Call for Participation konnte nur ein Teil für eine Präsentation auf der TAoME-Bühne ausgewählt werden. Sie zeigen einen beeindruckenden Facettenreichtum von Musikvermittlung heute und sind als Impuls für weiteren Austausch gedacht:

  1. Leuphana Concert Lab – Wie kann man Partizipation in der universitären Lehre leben?
    Lea Jakob, Leuphana Universität Lüneburg
  2. Zukunftsmusik – Künstlerische Prozesse neu denken gemeinsam mit Mitarbeitenden und Stadtgesellschaft
    Andrea Hoever, Bodensee Philharmonie, Leitung Musikvermittlung
  3. Loopen und loopen lassen
    Güneş Oba Hennecke, Musikpädagogik
  4. „…Und jetzt ihr!“
    Johannes Mnich, TauberPhilharmonie Weikersheim
  5. TONALi Publikumsakademie — Der Zukunft Gehör verschaffen
    Johanna Zill, TONALi

19:00 – ca. 22:30 Uhr
Get-together, Elbphilharmonie

Wir wollen die zehnte Ausgabe feiern – mit Gesprächen, Snacks & Drinks, und einem besonderen Gratulanten: Hamburgs Kultursenator Dr. Carsten Brosda.  Entdeckt mit uns die neuen Räume im Kaispeicher der Elbphilharmonie.

9:00 Uhr
Welcome 2nd day

9:30 Uhr
Input: Awareness im Kulturbetrieb: Strategien für sicherere Räume, KörberForum
Teresa Hähn, act aware e.V.

In Zeiten des globalen Rechtsrucks geraten freiheitliche Errungenschaften wie Teilhabe und Gleichberechtigung zunehmend unter Druck. Kulturinstitutionen dienen vor diesem Hintergrund nicht nur als Plattform, um gesellschaftspolitische Themen inhaltlich zu verhandeln. Sie üben auch durch den Rahmen, in dem dies geschieht, Einfluss auf das soziale Miteinander. Awareness Konzepte unterstützen Kulturakteur*innen dabei, ihre Räume sicherer und inklusiver für ein diverses Publikum zu gestalten und so ihrem Anspruch als gesellschaftliche Resonanzräume gerecht zu werden. In der Keynote werden verschiedene Bausteine eines Awareness Konzepts von Prävention bis zur Unterstützung Betroffener von Diskriminierung und sexualisierter Gewalt beleuchtet und Handlungsimpulse für die Integration in der eigenen Organisation an die Hand gegeben.

10:30 Uhr
Blick in die Praxis: Blitzlichter, KörberForum

Aus den zahlreichen Antworten auf den Call for Participation konnte nur ein Teil für eine Präsentation auf der TAOME-Bühne ausgewählt werden. Sie zeigen einen beeindruckenden Facettenreichtum von Musikvermittlung heute und sind als Impuls für weiteren Austausch gedacht:

  1. Symphonischer Hoagascht – Blasmusik trifft BRSO – Juliane Ludwig, BRSO und du / Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
  2. (Mit)Verantwortung der Musikhochschulen: SORGEN und HOFFNUNGEN – Christian Fischer, Vorsitz Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen in der HRK (RKM)
  3. Travelling Program: „The Song is ours!” – Ottilia Dorner, House of Music Hungary (englisch)

11:00 Uhr
Kaffeepause, Foyer Körber-Stiftung

11:30 Uhr
Gespräch: Veränderung der Musikkultur mit Blick auf Partizipationsprojekte des Beethovenfest, KörberForum
Steven Walter, Intendant Beethovenfest Bonn, und Martin Zierold, Kulturwissenschaftler und Organisationsberater

Kein Haus ohne Education-Abteilung. Was zu Beginn von TAOME noch nicht selbstverständlich war, ist heute der Normalfall. Doch reicht das? Besitzt Education jene Rolle, sowie Personal und Mittel, die ihr Aufgabenspektrum erfordert? Wie steht es beispielsweise um ihre Kompetenz in Community-Building, interkultureller Mediation oder Gastgeberschaft? Als Fellow am Thomas Mann House Kalifornien zieht Steven Walter, Gründer der Podium Festival Esslingen und jetzt Intendant des Beethovenfestes im Gespräch mit Martin Zierold (u.a. Podcast „Wie geht´s?“) Vergleiche zwischen amerikanischer und europäischer Konzertkultur an.

12:30 Uhr
Blick in die Praxis: „Echoes in Limbo“ @Beethovenfest Bonn – Musik inszenieren mit gehörloser Perspektive, KörberForum
Hannah Baumann, Beethovenfest Bonn

12:45 Uhr
Keynote: Partizipation – Wollen wir das wirklich und können wir das überhaupt?
Martina Taubenberger, Kuratorin

Mehr Partizipation und Teilhabe sollen Kultureinrichtungen zukunftsfähig machen und ihnen nachhaltige Legitimation verleihen. Aber wer soll denn da beteiligt werden und an was genau? Selbstkritisch müssen wir fragen, ob wir das, was wir uns vorgenommen haben, auch erfüllen können. Haben wir Partizipation überhaupt gelernt – „wir“ auf Seiten der Kunst und „die“ im Publikum? Wessen Stimme hören wir, wenn wir in den Zuschauer:innenraum hineinlauschen? Auch das bedeutet Auswirkungen auf die Kunst und den kreativen Prozess. Oder brauchen wir gar einen völlig neuen Teilhabebegriff?

13:30 Uhr
Mittagspause, Foyer Körber-Stiftung

14:30 Uhr
Keynote: Resilienz als Schlüsselkompetenz „out of control – resilient bleiben in unbeherrschbaren Zeiten“, KörberForum
Kerstin Jaspers, Erziehungswissenschaftlerin und Resilienz-Coach

Kontrollverlust als neue Normalität: In einer zunehmend brüchigen, beängstigenden und unbegreiflichen Welt (BANI) stehen nicht nur Kulturinstitutionen vor der Frage, wie sie Handlungsfähigkeit bewahren & Verantwortung neu denken können.
Die 7+1 Säulen der Resilienz als Fundament psychischer Widerstandsfähigkeit. Wie Verantwortung, Optimismus und tragfähige Netzwerke zukunftsorientiertes Handeln ermöglichen und wie Perspektivenvielfalt lebendig gelebt werden kann. Weshalb innere Haltung/mindset für resiliente Kommunikation und organisationale Entwicklung zentral sind.

15:15 Uhr

Option 1: Resilienz Workshops, Zwei Parallele Sessions: Gruppe A – Fleeträume mit Jana Wieskötter/ Gruppe B: Start Hub mit Kerstin Jaspers

Praxisorientierte Übungen und Techniken zum Aufbau resilienter Haltungen. Tools für Selbstverantwortung & lösungsorientiertes Arbeiten in volatilen Kontexten.
Für alle, die Mitverantwortung gestalten und Disruption als Chance begreifen möchten.

Option 2: Input: Sprechen & Zuhören – Was wir von Demokratieprojekten lernen können, KörberForum
Claudine Nierth, Bundesvorstandssprecherin Mehr Demokratie e.V.

Sprechen & Zuhören ist ein von Mehr Demokratie e.V. entwickeltes Dialogformat, welches Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven in den Austausch bringt. Das Format unterscheidet sich von üblichen Diskussionsformaten darin, dass nicht danach gefragt wird, was eine Person über ein bestimmtes Thema denkt, sondern wie es ihr mit dem Thema geht. Diese kleine aber wesentliche Änderung der Fragestellung, führt dazu, dass die Person weniger über andere und mehr über sich und ihre Bedürfnisse spricht. Das erleichtert das Zuhören und fördert die gemeinschaftliche Erfahrung. Sprechen & Zuhören ist ein bundesweit gefragtes Dialogformat, welches vor allem in Gemeinden und Unternehmen eingesetzt wird und die demokratische Kultur fördert.

16:00 Uhr

Option 1: Resilienz Workshops, Zwei parallele Sessions: Gruppe C – Fleeträume mit Jana Wieskötter (englisch)/ Gruppe D – Start Hub mit Kerstin Jaspers

Praxisorientierte Übungen und Techniken zum Aufbau resilienter Haltungen. Tools für Selbstverantwortung & lösungsorientiertes Arbeiten in volatilen Kontexten.
Für alle, die Mitverantwortung gestalten und Disruption als Chance begreifen möchten.

Option 2: Gedanken zur Gastfreundschaft, KörberForum
Dan Thy Nguyen und Nina Reiprich, Verein fluxus² e.V. und fluctoplasma Festival

Dan Thy Nguyen und Nina Reiprich leiten seit mehreren Jahren gemeinsam den Verein fluxus² e.V. und das interdisziplinäre Festival fluctoplasma – 96h Kunst, Diskurs, Diversität in Hamburg. Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Kunst, Erinnerungskultur, politischer Bildung und gesellschaftlicher Verantwortung. In kuratorischen Formaten, performativen Interventionen und diskursiven Räumen setzen sie sich mit Fragen von Postmigration, Dekolonisierung, Antirassismus und demokratischer Öffentlichkeit auseinander. Beide verstehen Kulturarbeit nicht als Repräsentation, sondern als Infrastruktur: als Ort des Aushandelns, der Reibung und der kollektiven Imagination. Ihre Programme verbinden lokale Perspektiven mit internationalen Diskursen und zielen darauf, Kunst als aktive gesellschaftliche Praxis sichtbar und wirksam zu machen.

16:45 Uhr
Kaffeepause, Foyer Körber-Stiftung

17:15 Uhr
Blick in die Praxis: Podcast: You alright?! – Sharing Stories, Sharing Sound, KörberForum (englisch)
Floortje Smehuijzen, Muziekgebouw aan ’t IJ & BIMHUIS

17:30 Uhr
Blick in die Praxis: Music Therapy in schools: a story without a happy ending, KörberForum (englisch)
Anastasia Heroldová Tramontozzi, San Francisco Symphony

17:45 Uhr
Input: Dritte Orte – Räume neuer Begegnungen, KörberForum
Louisa-Dominique Riedel, Otto-Beisheim-Stiftung und Anja Adam, Foyer Publique Theater Basel

Dritte Orte (Third Spaces) sind längst Talk of the town. Kultureinrichtungen öffnen Räume für die Gesellschaft – offen, partizipativ und ohne Konsumzwang. Sie ermöglichen analoge Begegnungen, wirken Einsamkeit entgegen und stärken demokratisches Miteinander. Als Strategie zur Öffnung «für alle» greifen immer mehr Häuser die Idee des Dritten Ortes auf. Wer sich jedoch ernsthaft darauf einlässt, beginnt einen weitreichenden Change-Prozess – auch in Haltung und Werten – und braucht dafür Zeit, Ressourcen und Fachpersonal. Anja Adam (Foyer Public, Theater Basel) und Louisa Dominique Riedel (Beisheim Stiftung) teilen Learnings und Herausforderungen aus Praxisprojekten in Basel und München.

18:20 Uhr
Abendessen, Foyer Körber-Stiftung

19:30 Uhr
Gemeinsamer Weg zur Elbphilharmonie, Treffpunkt Foyer Körber-Stiftung

20:00 Uhr
Konzert: Elbphilharmonie Jazz Academy, Großer Saal Elbphilharmonie

Einmal auf der Bühne der Elbphilharmonie stehen und von Jazz-Größen wie Anat Cohen oder Yaron Herman lernen – die »Elbphilharmonie Jazz Academy« macht’s möglich! Sie bietet begabten Jazzmusiker:innen im Alter von 18–30 die Gelegenheit, eine Woche lang mit namhaften Musiker:innen und Dozent:innen in Gruppen- und Einzeltrainings zu arbeiten und dabei ein gemeinsames Programm zu entwickeln, das zum Abschluss gemeinsam im Großen Saal präsentiert wird.
Jazz-Größen wie unter anderem Theo Croker, Donny McCaslin oder auch Julia Hülsmann fungieren in einer Woche als Mentor:innen für die jungen Jazzmusiker:innen. Das Abschlusskonzert im Großen Saal markiert für Dozierende wie Teilnehmende den krönenden Abschluss einer intensiven, kreativen und hochemotionalen gemeinsamen Zeit in der Elbphilharmonie.

22:00 Uhr
Empfang, Elbphilharmonie Foyer

9:00 Uhr
Welcome 3rd day

9:30 Uhr
Blick in die Praxis: Blitzlichter, KörberForum

Aus den zahlreichen Antworten auf den Call for Participation konnte nur ein Teil für eine Präsentation auf der TAOME-Bühne ausgewählt werden. Sie zeigen einen beeindruckenden Facettenreichtum von Musikvermittlung heute und sind als Impuls für weiteren Austausch gedacht:
1. SommerMusikWoche – Mira Possert & Sophie Löschenbrand, Wiener Konzerthaus
2. Klang des Schweigens – Resonieren, Improvisieren und Zuhören als kollektive Praxis – Nazfar Hadji, Institut für musikpädagogische Forschung Hannover
3. Perfect Match – Die Stadtteil-Oper „Du bist okay“ – Nicola Pacha Vock, Bridges Kammerorchester

10:00 Uhr
Keynote: Misstrauensgemeinschaften – Zur Anziehungskraft von Populismus und Verschwörungsideologien (Buchtitel), KörberForum
Aladin El-Mafaalani, Soziologe

Aladin El-Mafaalani ist Autor und Herausgeber zahlreicher wissenschaftlicher Schriften, darunter zwölf Bücher und zahlreiche Artikel in Zeitschriften, Sammelbänden und Handbüchern. Er ist einer der Gründer und Herausgeber der Zeitschrift für Migrationsforschung.
Seine Forschungsarbeiten sind mehrfach ausgezeichnet worden, u.a. mit dem Augsburger Wissenschaftspreis für interkulturelle Studien, dem Dissertationspreis des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen und dem Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung. Auch für sein öffentliches Wirken erhielt er mehrere Preise, u.a. den Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der öffentlichen Wirksamkeit der Soziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie sowie das Bundesverdienstkreuz durch Bundespräsident Steinmeier.

11:00 Uhr
Blick in die Praxis: Social aesthetics – Neue Narrative postmigrantischer Kunst, KörberForum
Kian Jazdi, Liedstadt gUG

11:30 Uhr
Kaffeepause, Foyer Körber-Stiftung

12:00 Uhr
Blick in die Praxis: Musethica – Bringing Music Education from Theory to Practice, KörberForum (englisch)
Avri Levitan, Musethica e.V.

12:15 Uhr
Blick in die Praxis: Resonance-Oriented Touring –Taking Responsibility in Out-of-Control Times, KörberForum (englisch)
Martina Elmer, Budapest Festival Orchestra

12:30 Uhr
Blick in die Praxis: Zwischenraumklänge – Verantwortung und Anteilnahme in den Vermittlungsformaten des asambura ensemble, KörberForum
Joss Reinicke, asambura ensemble

12:45 Uhr
Blick in die Praxis: Künstlerische Exzellenz oder gesellschaftliches Engagement? Der Fachbereich Musik im Dialog an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, KörberForum
Axel Petri-Preis, Hannah Baumann, Martin Schlögl, Viktória Várkonyi, Institut für musikpädagogische Forschung und Praxis

13:00 Uhr
Blick in die Praxis: Das Projekt Klangwelten – Unsere Sprache ist Musik (If you never try you’ll never know), KörberForum
Caroline Prassel, Musikakademie Dr. Hochs Konservatorium Frankfurt am Main

13:15 Uhr
Thoughts on your way, KörberForum
Sonja Anders, Intendatin Thalia Theater Hamburg

Am Schluss wollen wir die Gäste mit einem oder mehreren „Gedanken auf den Weg“ verabschieden – eine Frage, ein Gedanke, eine Ermunterung: Die hängenbleibt, im Alltag weiterträgt, den Rücken stärkt und Sinn vermittelt. Zum Beispiel: Ein Blitzlicht in die Zukunft, eine persönliche Beobachtung oder Erfahrung, die für die Arbeit essentiell blieb.

14:00 Uhr
Mittagessen, Foyer Körber-Stiftung

Speaker:innen 2026 (In der Reihenfolge ihres Auftritts)

Eva Nemela
© Claudia Höhne

Eröffnung und Begrüßung

Mittwoch, 04. März 2026, 14:00 Uhr

Eva Nemela ist Vorstandsmitglied der Körber-Stiftung und verantwortlich für die Handlungsfelder „Wissen für morgen“, „Lebendige Bürgergesellschaft“ und den Bereich „Kultur“. Zuvor leitete sie von 2021 bis 2024 den Bereich Alter und Demografie sowie das KörberHaus in Hamburg-Bergedorf, ein offener Begegnungsort für Menschen aller Generationen und Kulturen, betrieben als Public-Private-Partnership. Von 2017 bis 2020 führte sie die Geschäftsstelle „Engagierte Stadt“ für gute Rahmenbedingungen für Engagement und Beteiligung in Kommunen. Frühere Stationen waren die Nordmetall-Stiftung und die Robert Bosch Stiftung. Die ausgebildete Stiftungsmanagerin studierte Geschichte und Ethnologie und ist in mehreren Stiftungsgremien aktiv.

Christoph Lieben-Seutter
© Thomas Leidig

Eröffnung und Begrüßung

Mittwoch, 04. März 2026, 14:00 Uhr

Christoph Lieben-Seutter ist Generalintendant der Elbphilharmonie und der Laeiszhalle in Hamburg. 1964 in Wien geboren, war er nach seinem Abitur zunächst einige Jahre in der Computerindustrie tätig, bis ihn Alexander Pereira 1988 ans Wiener Konzerthaus engagierte. Nach einer Station am Opernhaus Zürich übernahm er 1996 die Leitung der Wiener Konzerthausgesellschaft sowie des Festivals Wien Modern. 2007 wechselte er nach Hamburg, um den Spielbetrieb der Elbphilharmonie vorzubereiten. Diese hat sich seit ihrer Eröffnung 2017 schnell zu einem kulturellen Wahrzeichen entwickelt. Mit einem vielfältigen und hochkarätigen Konzertangebot in über 1.200 Veranstaltungen pro Saison in Elbphilharmonie und Laeiszhalle sowie einem einmalig umfangreichen Musikvermittlungsprogramm hat sich Hamburg nachhaltig in der ersten Liga der internationalen Musikstädte positioniert.

Harald Welzer
© Foto: Debora Mittelstaedt

Keynote: Kultur und Entzivilisierung – eine Standortbestimmung auf schwankendem Grund

Mittwoch, 04. März 2026, 15:30 Uhr, Körberforum

Prof. Dr. Harald Welzer ist Soziologe und Sozialpsychologe, Mitbegründer und Direktor von „FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit“, Sprecher des Rates für Digitale Ökologie, ständiger Gastprofessor für Sozialpsychologie an der Universität Sankt Gallen. Er hat zahlreiche Bücher zu gesellschaftspolitischen Fragen und zur Nachhaltigkeit geschrieben, unter anderem „Klimakriege. Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird“, „Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand“; „Nachruf auf mich selbst. Die Kultur des Aufhörens“, gerade erschienen ist „Das Haus der Gefühle“ (alle bei S.-Fischer). Daneben ist er Herausgeber von „tazFUTURZWEI“ – Magazin für Zukunft und Politik. Die Bücher von Harald Welzer sind in 22 Sprachen erschienen.

Constanze Wimmer
© privat

Rückblick auf das Thema „Young Audiences“ – TAoME 2010

Mittwoch, 04. März 2026, 14:30 Uhr, KörberForum

Constanze Wimmer ist Professorin für Musikvermittlung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz. Sie studierte Musikwissenschaft, Publizistik und Kulturmanagement und promovierte in Musikpädagogik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sie arbeitete im Konzertwesen und in der Kulturellen Bildung in den Bereichen Musikvermittlung und Audience Engagement. Sie ist Gründungsmitglied des Forum Musikvermittlung an Hochschulen und Universitäten. Gemeinsam mit Johannes Voit gibt sie die Publikationsreihe Forum Musikvermittlung – Perspektiven aus Forschung und Praxis heraus. Ihre universitäre Laufbahn führte sie von der MDW in Wien über die Bruckneruniversität in Linz zur Kunstuniversität Graz. Im April 2026 tritt sie das Amt der Rektorin der Universität Mozarteum in Salzburg an.

Katherine Zeserson
© privat

Rückblick auf das Thema „Multi Diverse Urban Societies“ – TAoME 2018

Mittwoch, 4. März 2026, 14:30 Uhr, KörberForum

Katherine Zeserson ist eine unabhängige Kulturberaterin. Sie arbeitet im Vereinigten Königreich, in Europa und in Brasilien. Ihr Portfolio umfasst die Konzeption und Leitung von Fort- und Weiterbildungsprogrammen für Musikpädagoginnen, Kulturmanagerinnen und Künstler*innen, strategische Arbeit mit Kulturorganisationen, künstlerische Praxis als Musikerin und Autorin sowie individuelles Coaching. Zu ihren aktuellen institutionellen Auftraggebern zählen die European Concert Halls Organisation, Britten Pears Arts (UK), Opera North (UK) und der Wicklow County Council (Irland). Sie ist Mitgründerin und Vorsitzende von Sing Up Ltd., Vorsitzende von Sansara (UK), Visiting Fellow an der Monash University (Australien) sowie Gründungsmitglied des britischen Vokalquartetts Mouthful. Von 2001 bis 2015 war sie Gründungsdirektorin für Learning and Participation am The Glasshouse (UK).

Lydia Grün
© Adrienne Meister

Rückblick auf das Thema „What Keeps Societies Together“ – TAoME 2020

Mittwoch, 4. März 2026, 14:30 Uhr, KörberForum

Prof. Lydia Grün ist Präsidentin der Hochschule für Musik und Theater München. Zuvor lehrte sie als Professorin für Musikvermittlung an der Hochschule für Musik Detmold und war dort auch stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte. Von 2017 bis 2021 wirkte sie als Expertin im Rat für Kulturelle Bildung. Als Geschäftsführerin des Netzwerk Junge Ohren e.V. engagierte sie sich von 2013 bis 2019 für die Bedeutung von Musik in einer vielfältigen Gesellschaft. Zuvor war sie von 2008 bis 2012 als Referentin für Musik und stellv. Referatsleiterin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und zudem seit 2011 Geschäftsführerin von Musikland Niedersachsen tätig.

Neben ihrer umfangreichen Erfahrung in der Lehre, im Kulturmanagement und in der Kulturpolitik veröffentlichte Prof. Lydia Grün zahlreiche publizistische Beiträge im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Sie studierte Musikwissenschaft, Publizistik, Kommunikationswissenschaften und Journalistik an der Universität Leipzig, an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Freien Universität Berlin.

Carsten Brosda
© Marcelo Hernandez für Behörde für Kultur und Medien

Get together Elbphilharmonie

Mittwoch, 04. März 2026, ca. 20:00 Uhr

Dr. Carsten Brosda ist Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg. Zuvor war er in Hamburg Staatsrat für Kultur, Medien und Digitales und Bevollmächtigter des Senats für Medien. Er hat Journalistik und Politik an der Universität Dortmund studiert, wurde zum Thema „Diskursiver Journalismus“ promoviert und publiziert regelmäßig zu gesellschaftspolitischen Themen. Seit 2019 sind vier Bücher von ihm erschienen, zuletzt „Mehr Zuversicht wagen“ (2023). Zudem ist er seit 2020 Präsident des Deutschen Bühnenvereins.

Teresa Hähn, act aware e.V.
© Godje Loof

Input: Awareness im Kulturbetrieb: Strategien für sicherere Räume, KörberForum

Donnerstag, 05. März 2026, 9:30 Uhr, KörberForum

Teresa Hähn ist als Geschäftsführerin und Dozentin für Awareness und Anti-Diskriminierung für den gemeinnützigen Verein act aware tätig. act aware arbeitet seit 2020 mit Kulturveranstaltenden, Bildungsstätten, NGOs und öffentlichen Einrichtungen an sichereren Räumen für alle. Teresa Hähn berät Organisationen bei der Umsetzung von Awareness Konzepten, gibt Workshops und Fortbildungen oder ist selbst als Teamleitung vor Ort. Sie ist Kulturwissenschaftlerin, Trainerin für Social Justice und Diversity und ehemalige Produktionsleiterin im Bereich Theater, Kunst und Festival. Sie bewegt sich zwischen Theorie und Praxis, und kennt sich im Mainstream ebenso aus wie in subkulturellen Kontexten. In ihrer Bildungsarbeit treffen kritische Theorien auf Erfahrungen aus der Praxis von kleinen und großen Veranstaltungen.

Steven Walter
© Nekame Klasohm

Gespräch: Veränderung der Musikkultur, Ausgang mit Blick auf Partizipationsprojekte des Beethovenfest

Donnerstag, 05. März 2026, 11:30 Uhr, KörberForum

Steven Walter ist ein Kurator, Konzertgestalter und seit November 2021 Intendant der Beethovenfeste Bonn.
Er ist Initiator, künstlerischer Leiter und Geschäftsführer von PODIUM Esslingen, mit dem er für zahlreiche Innovationen ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Opus Klassik, classical:NEXT Innovation Award und der Auszeichnung “Kulturmanager des Jahres”. Zudem war Steven Walter Kurator des Fellowship-Programms #bebeethoven anlässlich des Beethoven-Jubiläumsjahres 2020.

Steven Walter studierte Violoncello in Oslo und Detmold und konzertierte in verschiedenen Formationen als Kammermusiker regelmäßig im In- und Ausland auf und war Gründungsmitglied verschiedener Ensembles. Er ist außerdem Dozent an mehreren Hochschulen und publiziert regelmäßig zu kuratorischen und kulturmanagerialen Themen.

Martin Zierold
© privat

Gespräch: Veränderung der Musikkultur – Ausgang mit Blick auf Partizipationsprojekte des Beethovenfest, KörberForum

Donnerstag, 05. März 2026, 11:30 Uhr

Prof. Dr. Martin Zierold war bis Ende 2025 Leiter des Instituts für Kultur- und Medienmanagement der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, an dem er die Zajadacz-Stiftungsprofessur für Innovation durch Digitalisierung innehat. Dort befasst er sich mit Fragen der Strategie und Organisationsentwicklung angesichts der großen gesellschaftlichen Transformationsprozesse der Gegenwart. Martin Zierold arbeitet zudem freiberuflich als systemischer Coach, Lehrtrainer und Berater. Seit März 2020 ist er Gastgeber des Podcasts „Wie geht’s? Kultur in Zeiten des Corona-Virus“, der bereits in über 90 Gesprächen mit Kulturmanager:innen, Künstler:innen sowie Expert:innen aus Kulturpolitik und Wissenschaft über Kultur und Gesellschaft in Zeiten des Wandels reflektiert. Martin Zierold ist in zahlreichen Jurys engagiert und u.a. Mitglied des Vorstands der Kulturpolitischen Gesellschaft Kupoge, Mitglied des Kuratoriums des KAIROS Preis der Alfred Toepfer Stiftung FVS sowie im Beirat von NEXT Mannheim. Von 2016-2019 Mitglied des Vorstands des Fachverbands Kulturmanagement e.V.

Martina Taubenberger
© Achim Frank Schmidt

Keynote: Partizipation – Wollen wir das wirklich und können wir das überhaupt?

Donnerstag, 5. März 2026, 12:45 Uhr, KörberForum

Martina Taubenberger arbeitet seit vielen Jahren als Konzeptentwicklerin, Kuratorin und Kulturberaterin an der Schnittstelle von Musik, Vermittlung und gesellschaftlicher Transformation. Sie konzipiert und produziert transdisziplinäre, oft experimentelle Formate und berät Kommunen, Regionen und Kulturinstitutionen in Fragen der strategisch-konzeptionellen Weiterentwicklung. Ihr inhaltlicher Antrieb ist es, Zwischenräume als künstlerische Möglichkeitsräume zu schaffen, aufzuspüren und zu erhalten und den Begriff der Transformation als permanentes kuratorisches Prinzip dem Trend der Zwischennutzung entgegenzusetzen. Prägend war ihre langjährige Leitung des Programms Werksviertel-Mitte Kunst in München. Aktuell ist sie u.a. im Leitungsteam des Ensembles „der/gelbe/klang“ und als organisatorisch-strategische Beraterin der neuen Intendantin des Maxim-Gorki-Theaters Berlin tätig und lehrt an der Stella Vorarlberg Privathochschule für Musik. Taubenberger ist Absolventin der Körber Masterclass on Music Education und moderierte über mehrere Jahre das Format „2 x hören“ für die Körber-Stiftung.

Kerstin Jaspers
© privat

Keynote: Resilienz als Schlüsselkompetenz „out of control – resilient bleiben in unbeherrschbaren Zeiten“

Donnerstag, 05. März 2026, 14:30 Uhr, KörberForum

und

Workshop: Resilienz

Donnerstag, 05. März 2026, 15:15 Uhr & 16:00 Uhr, Fleeträume/Start Hub

Kerstin Jaspers verbindet seit 25 Jahren ganzheitlich-integrale Ansätze mit neurobiologischer Forschung und bewährten Methoden aus Yoga, Meditation und systemischer wie agiler Beratung. Als Erziehungswissenschaftlerin, systemische Supervisorin, Resilienz-Coach, agiler Coach und Yoga Lehrerin sowie Embodiment Coach bringt sie vielfältige Perspektiven auf psychische Widerstandsfähigkeit und persönliche Entwicklung zusammen.

Ihre Arbeitsweise zeichnet sich durch klare, empathische Präsenz aus, die Tiefe mit Leichtigkeit kombiniert – verfeinert durch Humor und kreative Methodenvielfalt. Ihr Credo: Menschen dabei unterstützen, ihre Authentizität und Einzigartigkeit zu erkennen – für ein gesundes, zufriedenes, resilientes und erfülltes Leben.

Claudine Nierth
© privat

Input: Sprechen & Zuhören – Was wir von Demokratieprojekten lernen können

Donnerstag, 05. März 2026, 15:15 Uhr, KörberForum

Claudine Nierth (Jahrgang 67), ist Künstlerin, Aktivistin und Autorin. Als Bundesvorstandssprecherin von Mehr Demokratie e.V. setzt sie sich für den Ausbau und die Stärkung der Demokratie durch mehr Bürgerbeteiligung ein. Sie initiierte u.a. sechs erfolgreiche Volksbegehren und die ersten losbasierten Bürgerräte auf der Bundesebene. Heute gilt ihr Einsatz der Etablierung einer demokratischen Kultur.

2018 erhielt Claudine Nierth für Ihr Engagement von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz. Ihre beiden Bücher Die Demokratie braucht uns! Und Die zerrissene Gesellschaft sind 2021 und 2023 im Goldmann Verlag erschienen.

Dan Thy Nguyen
© Nico Scagliarini

Input: Gedanken zur Gastfreundschaft

Donnerstag, 05. März 2026, 16:00 Uhr, KörberForum

Dan Thy Nguyen ist freier Theaterregisseur, Kurator und Schriftsteller in Hamburg. Er arbeitete an diversen Produktionen u.a. In Ballhaus Naunynstraße, auf Kampnagel, dem MDR und an der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. 2014 entwickelte und produzierte er das Theaterstück „Sonnenblumenhaus“ über das Pogrom von Rostock -Lichtenhagen, welches 2015 in seiner Hörspielversion die „Hörnixe“ gewonnen hat und bis heute noch an diversen Institutionen gespielt wird. Seit 2020 leitet er mit seiner Produktionsfirma Studio Marshmallow das Hamburger Festival „fluctoplasma – 96h Kunst Diskurs Diversität“ und er ist stellvertretender Vorstand der LAG Kinder- und Jugendkultur Hamburg. 2021 erhielt er den Deutschen Hörspielpreis für seine schauspielerische Leistung.

Nina Reiprich

Input: Gedanken zur Gastfreundschaft

Donnerstag, 05. März 2026, 16:00 Uhr, KörberForum

Nina Reiprich ist Projektentwicklerin, Kuratorin und Referentin mit einem Fokus auf postmigrantische, rassismuskritische und diversitätsorientierte Kulturarbeit. Nach ihrem Studium der Kultur- und Sozialanthropologie und Theaterwissenschaften arbeitete sie mehrere Jahre in der stadtteilbezogenen, partizipativen Kulturarbeit auf der Hamburger Elbinsel Veddel für das Projekt NEW HAMBURG. Seit 2021 ist sie Co-Geschäftsführerin von Studio Marshmallow und Teil der Festivalleitung des fluctoplasma Festivals. In ihrer Arbeit als Referentin beschäftigt sie sich mit multiperspektivischer Erinnerungskultur, interkultureller Kompetenz sowie Fragen von Macht, Verantwortung und Teilhabe in kulturellen Prozessen.

Anja Adam
© Christian Knörr

Input: Dritte Orte – Räume neuer Begegnungen

Donnerstag, 05. März 2026, 17:45 Uhr, KörberForum

Anja Adam ist Kulturvermittlerin mit Schwerpunkt auf Partizipation, Öffnung von Institutionen und kulturelle Teilhabe. Unter anderem war sie tätig für die Elbphilharmonie Hamburg, das Ensemble Modern und die Stiftung Mercator Schweiz. Seit 2015/2016 ist sie am Theater Basel tätig – zunächst als Musiktheaterpädagogin und Dramaturgin. Seit 2018 entwickelt sie die grundlegende Öffnung des Theater Basel durch den Start des Foyer Public sowie weitere Projekte massgeblich mit. Sie ist Co-Leiterin der Sparte Theater Public und Mitglied der Theaterleitung.

Louisa-Dominique Riedel
© Daniel Loher

Input: Dritte Orte – Räume neuer Begegnungen

Donnerstag, 05. März 2026, 17:45 Uhr, KörberForum

Louisa-Dominique Riedel arbeitet seit 2019 bei der bundesweit tätigen Beisheim Stiftung. Als Bereichsleiterin Kultur engagiert sie sich für mehr kulturelle Teilhabe und für die Zukunftsfähigkeit von Kulturorganisationen und verantwortet als Projektleitung das Förderprogramm „Dritte Orte“.

Ihr Einstieg in den Stiftungssektor war als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit bei der Münchner Care-for-Rare Foundation. Zuvor war sie zehn Jahre lang als Kulturmanagerin tätig, u. a. in der Öffentlichkeitsarbeit des Landestheaters Coburg, im Künstlerischen Betriebsbüro der Ludwigsburger Schlossfestspiele, in der Tourneeabteilung eines privaten Konzertveranstalters sowie als Organisations- und Kommunikationsleiterin beim Mozartfest Würzburg.

Aladin El-Mafalaani
© Mirza Odabaşı

Keynote: Misstrauensgemeinschaften – Zur Anziehungskraft von Populismus und Verschwörungsideologien (Buchtitel)

Freitag, 06. März 2026, 10:00 Uhr, Körberforum

Aladin El-Mafaalani ist Autor und Herausgeber zahlreicher wissenschaftlicher Schriften, darunter zwölf Bücher und zahlreiche Artikel in Zeitschriften, Sammelbänden und Handbüchern. Er ist einer der Gründer und Herausgeber der Zeitschrift für Migrationsforschung.
Seine Forschungsarbeiten sind mehrfach ausgezeichnet worden, u.a. mit dem Augsburger Wissenschaftspreis für interkulturelle Studien, dem Dissertationspreis des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen und dem Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung. Auch für sein öffentliches Wirken erhielt er mehrere Preise, u.a. den Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der öffentlichen Wirksamkeit der Soziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie sowie das Bundesverdienstkreuz durch Bundespräsident Steinmeier.

Sonja Anders
© Moritz Küstner

Thoughts on your way, KörberForum

Freitag, 06. März 2026, 13:15 Uhr

Geboren 1965 in Hamburg. Nach dem Studium der Germanistik in Hamburg erste Dramaturgien auf Kampnagel. Von 1990 an war sie als Dramaturgieassistentin und Dramaturgin am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, von 1993 bis 2000 am Staatstheater Stuttgart unter der Leitung von Friedrich Schirmer. Von 2000 bis 2009 war Sonja Anders Dramaturgin am Thalia Theater, seit der Spielzeit 05/06 in der Funktion als Chefdramaturgin. Von 2009 bis 2018 war Sonja Anders Chefdramaturgin und stellvertretende Intendantin am Deutschen Theater Berlin. Sonja Anders hat Publikationen veröffentlicht, Lehrtätigkeiten wahrgenommen und sitzt in unterschiedlichen Gremien. Von 2019 bis 2025 war sie als Intendantin am Schauspiel Hannover tätig und übernahm 2025 die Intendanz am Thalia Theater Hamburg.

Weitere Akteur:innen 2026 (In der Reihenfolge ihres Auftritts)

Andrea Thilo
© Peter Himsel

Moderation des Symposiums

Andrea Thilo ist als Journalistin, Moderatorin & Trainerin in den Bereichen Kultur & Bildung, Nachhaltigkeit & digitale Transformation deutschlandweit und international aktiv. Bis 2010 produzierte sie Kinodokumentarfilme mit ihrer Firma BoomtownMedia (TRIP TO ASIA, RHYTHM IS IT!). Andrea Thilo studierte Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Hochschule der Künste in Berlin und arbeitete nach ihrem Volontariat beim NDR als Reporterin, Redakteurin und Moderatorin für die ARD und private Sender.

Kai-Michael Hartig
© Claudia Höhne

Eröffnung und Begrüßung

Mittwoch, 04. März 2026, 14:00 Uhr

Kai-M. Hartig studierte nach einer Pianistenausbildung Kulturmanagement an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und arbeitete danach im Kultursponsoring sowie für den Deutschlandfunk. Von 1997 bis 2001 persönlicher Referent der Hamburger Kultursenatorin Dr. Christina Weiss, danach Leiter des Präsidialreferates der Kulturbehörde. Seit 2005 verantwortlich für die Kulturaktivitäten der Körber-Stiftung, seit 2009 Leiter des Bereichs Kultur. Mitgründer des Netzwerk Kulturmanagement sowie der Jungen Freunde der Hamburger Kunsthalle. Mitglied im Projektbeirat des Bundesjugendorchesters und im Kuratorium des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg.

Anke Fischer
© Claudia Höhne

Eröffnung und Begrüßung

Mittwoch, 04. März 2026, 14:00 Uhr

Anke Fischer (*1977) arbeitet seit 2015 im Team der Elbphilharmonie und übernahm 2018 die Leitung der Education-Abteilung mit einem 30-köpfigen Team. Sie verantwortet pro Saison die künstlerischen Inhalte von bis zu 1.000 Veranstaltungen bei denen es ums Musikmachen und -entdecken geht. Dabei richtet sich das Programm an alle Menschen, mit und ohne musikalische Vorbildung. Gemeinsam mit der Körber-Stiftung Hamburg kuratiert Sie seit 2016 das Symposium „The Art of Music Education“. Seit dem Start 2008 hat sich das Symposium als zentrales Diskussionsforum zu Education-Fragen im europäischen Musikbetrieb etabliert. Seit 2016 ist Sie Mitglied des geschäftsführenden Vorstands der LAG (Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendkultur).

Lea Jakob
© Lea Jakob

Blick in die Praxis (Blitzlicht): Leuphana Concert Lab – Wie kann man Partizipation in der universitären Lehre leben?, KörberForum

Mittwoch, 04. März 2026, 18:00 Uhr

Lea Jakob ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für Management & Organisation der Leuphana Universität sowie Dozentin für Kulturmanagement an der Hochschule Heilbronn. Seit 2023 koordiniert sie das transdisziplinäre Lehrprojekt „Leuphana Concert Lab“ und arbeitet freiberuflich als Kulturmanagerin u. a. mit dem Havana Lyceum Orchestra und dem treppenhausorchester. Zuvor war sie in verschiedenen Funktionen bei Institutionen wie der Elbphilharmonie & Laeiszhalle, TONALi und dem Heidelberger Frühling tätig und leitete von 2015 bis 2022 die Cuban-European Youth Academy. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich u.a. mit der Publikumsperspektive auf „unkonventionelle“ klassische Konzerte und mit der Resilienz musikalischer Communities in Krisenkontexten.

Andrea Hoever
© Anne Hornemann

Blick in die Praxis (Blitzlicht): Zukunftsmusik – Künstlerische Prozesse neu denken gemeinsam mit Mitarbeitenden und Stadtgesellschaft, KörberForum

Mittwoch, 04. März 2026, 18:00 Uhr

Andrea Hoever ist eine vielseitige Management- und Künstlerpersönlichkeit, die Menschen jeden Alters durch Kunst und Musik in Begegnung bringt. In ihren Projekten fördert sie individuelle Talente und kreative Ideen und entwickelt gemeinsam mit Teams innovative, spartenübergreifende Formate für ein vielfältiges Publikum. Für ihre Idee des Tiny Music Houses, die mit den Dortmunder Philharmonikern umgesetzt wurde, erhielt das Orchester 2021 den Innovationspreis der Deutschen Orchesterstiftung. Aktuell arbeitet sie bei der Bodensee Philharmonie als Musikvermittlerin und leitet das Projekt Zukunftsmusik. Darüber hinaus konzipiert und moderiert sie Konzertformate für alle Altersgruppen und arbeitete bereits mit renommierten Orchestern wie der Deutschen Radio Philharmonie und dem Ensemble Reflektor, unter anderem in der Elbphilharmonie.

Güneş Oba Hennecke
© Michael Dörr

Blick in die Praxis (Blitzlicht): Loopen und loopen lassen, KörberForum

Mittwoch, 04. März 2026, 18:00 Uhr

Güneş Oba Hennecke ist Artistic Citizen, Konzertpianistin, Improvisatorin, Elementare Musikpädagogin und Klavierpädagogin. Sie absolvierte Studiengänge in Klavier, Instrumentalpädagogik und Elementarer Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Saar und vertieft ihr Profil derzeit im Masterstudium Klavier-Improvisation. In ihrer Arbeit verbindet sie Musiktheater, Performance und kollektive Improvisation mit gesellschaftlichen Fragestellungen im Sinne von Artistic Citizenship. Als Gründerin und künstlerische Leiterin des Kim Kollektivs entwickelt sie interdisziplinäre Musiktheaterprojekte für junge Menschen und war Finalistin des Hochschulwettbewerbs Musikpädagogik. Sie ist Stipendiatin der Friedrich Ebert Stiftung und begreift Musik als lebendigen künstlerischen Prozess, in dem individuelle Stimmen zu einem gemeinsamen Klangraum werden.

Johannes Mnich
© Michael Pogoda

Blick in die Praxis (Blitzlicht): „…Und jetzt ihr!“, KörberForum

Mittwoch, 04. März, 18:00 Uhr

Johannes Mnich ist Gründungsintendant der TauberPhilharmonie und seit 2026 geschäftsführender Intendant der Bachwoche Ansbach. Er studierte Klavier in Hannover und London und arbeitete für das BASF-Kulturmanagement sowie als Projektleiter für den Heidelberger Frühling. Mit der 2019 eröffneten TauberPhilharmonie in Weikersheim (bei Würzburg) verantwortet er ein außergewöhnlich-unerwartetes Konzerthaus im ländlichen Raum, in dem vom Rezital bis zum Sinfonieorchester, von Jazz bis zum Kindermusical eine kuratierte Kunst für ein breites Publikum erlebbar wird.

Johanna Zill
© Pauline Schüler

Blick in die Praxis (Blitzlicht): TONALi Publikumsakademie — Der Zukunft Gehör verschaffen, KörberForum

Mittwoch, 04. März 2026, 18:00 Uhr

Johanna Zill studierte Elementare Musikpädagogik in Hannover sowie Kulturvermittlung in Hildesheim. Seit 2024 leitet sie die Publikumsakademie bei TONALi und entwickelt dort partizipative Formate an der Schnittstelle von Kulturmanagement, Musik und Gesellschaft. In ihrer Arbeit konzipiert sie Projekte, qualifiziert Jugendliche und junge Profimusiker:innen für eine künstlerische Zusammenarbeit und begleitet partizipative Prozesse in der praktischen Umsetzung. Im Zentrum ihrer Praxis stehen innovative Vermittlungsansätze und die Entwicklung teilhabeorientierter Kulturformate.

Diana Huth
© Fuchs und Kaap

Moderation zweiter Tag des Symposiums

Diana Huth ist Psychologin (M.Sc.), zertifizierte Stresstrainerin und Qigong-/Taiji-Kursleiterin. Sie ist seit mehr als 20 Jahren als Moderatorin auf Konferenzen, Panels und Bildungsevents aktiv. Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Resilienz, Lernkultur und gesellschaftlicher Transformation.

Mit ihrem neuen Projekt ACTivate Life verbindet sie moderne Psychologie mit praxisnahen Strategien für nachhaltige Leistungsfähigkeit und mentale Gesundheit.

Bei TAoME 2026 begleitet sie durch den zweiten Veranstaltungstag – mit einem klaren Blick auf Resilienz als Zukunftskompetenz.

Juliane Ludwig
© Astrid Ackermann

Blick in die Praxis (Blitzlicht): Symphonischer Hoagascht – Blasmusik trifft BRSO, KörberForum

Donnerstag, 05. März 2026, 10:30 Uhr

Dr. Juliane Ludwig leitet den Bereich „BRSO und du“ beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (BRSO, Chefdirigent: Sir Simon Rattle), ihre Projekte wurden mehrfach ausgezeichnet. Von 2010 bis 2018 war sie Referentin für Jugendarbeit und Musikvermittlung beim BRSO, zuvor Managerin des Musikfestivals Klang & Raum in Irsee/Allgäu. Sie studierte Kulturwirtschaft und Musikwissenschaft an den Universitäten Passau, Granada und London, wo sie auch promoviert wurde. Sie unterrichtete an der Hochschule für Musik und Theater München sowie der Hochschule für Musik Detmold, aktuell ist sie Lehrbeauftragte für Musikvermittlung an der Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Christian Fischer
© René Stryja

Blick in die Praxis (Blitzlicht): (Mit)Verantwortung der Musikhochschulen: SORGEN und HOFFNUNGEN

Donnerstag, 05. März 2026, 10:30 am

Christian Fischer ist seit 2019 Rektor der Hochschule für Musik Trossingen. Seit 2023 ist er zudem Vorsitzender der Rektorenkonferenz der Deutschen Musikhochschulen (RKM) und intensiv mit hochschul- und bildungspolitischen Fragen befasst. Er lehrte zuvor Chordirigieren u.a. an der Musikhochschule Leipzig, hat als Kulturmanager mehrere Festivals und Kongresse initiiert oder geleitet. Einer seiner künstlerischen Schwerpunkte sind interdisziplinäre und neue Konzertformate.

Ottilia Dorner
© Dorottya Novák

Blick in die Praxis (Blitzlicht): Travelling Program: „The Song is ours!”, KörberForum

Donnerstag, 05. März 2026, 10:30 am

Ottilia Dorner ist Musikpädagogin und klassische Sängerin mit Sitz in Budapest, Ungarn. Sie arbeitet im Haus der Musik Ungarn in der Abteilung Musikvermittlung, wo sie an musikpädagogischen Aktivitäten und Familienprogrammen beteiligt ist. Darüber hinaus ist sie fachliche Leiterin des reisenden Bildungsprogramms des Hauses der Musik Ungarn mit dem Titel „The Song is Ours!“.

Sie verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Musikvermittlung für unterschiedliche Zielgruppen, insbesondere für benachteiligte Schülerinnen und Schüler sowie in Programmen zur Chancengleichheit. Sie studierte an der Liszt-Ferenc-Musikakademie sowie am Trinity College Dublin.

Außerdem ist sie aktiv in mehrere Kultureinrichtungen der Hauptstadt eingebunden, darunter das Müpa Budapest (Palast der Künste) und der Ungarische Rundfunkchor.

Hannah Baumann
© Frank Dehner

Blick in die Praxis: „Echoes in Limbo“ @Beethovenfest Bonn – Musik inszenieren mit gehörloser Perspektive, KörberForum

Donnerstag, 05. März 2026, 12:30 Uhr

Hannah Baumann ist Musikerin, Dramaturgin/Regisseurin und Senior Artist für Konzertgestaltung an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. 2025 war sie Fellow des Beethovenfest Bonn, aktuell ist sie Stipendiatin der Akademie Musiktheater heute. Als Mitbegründerin des Kollektivs godot komplex entstanden Produktionen für verschiedenste Institutionen, u.a. das Wiener Konzerthaus und Mozartfest Würzburg.

Floortje Smehuijzen
© Foppe Schut

Blick in die Praxis: Podcast: You alright?! – Sharing Stories, Sharing Sound, KörberForum

Donnerstag, 05. März 2026, 17:15 pm

Floortje Smehuijzen (1977) ist Leiterin für Künstlerische Angelegenheiten und Bildung am Muziekgebouw aan ’t IJ sowie Leiterin der Bildungsabteilung im BIMHUIS in Amsterdam. Mit einem Hintergrund in Musik- und Theaterwissenschaften arbeitet sie an der Schnittstelle von künstlerischer Programmgestaltung, Bildung und Publikumsentwicklung.

Als Kulturproduzentin und Jazz-Saxophonistin ist Floortje von der Überzeugung geleitet, dass gemeinsames Musizieren Räume für Dialog, Vorstellungskraft und Verbundenheit schafft. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Entwicklung innovativer Formate, die Konzerthäuser als Orte der Begegnung, der Co-Kreation und des sinnstiftenden Austauschs positionieren – insbesondere für junge Menschen.

Anastasia Heroldová Tramontozzi
© Emma Arnold

Blick in die Praxis (Blitzlicht): Music Therapy in schools - a story without a happy ending​​​​​​​, KörberForum

Donnerstag, 05. März 2026, 17:30 Uhr

Ms. Heroldová ist gebürtige Kalifornierin und arbeitet seit mehr als 30 Jahren im Bereich Musikvermittlung, zunächst beim Los Angeles Philharmonic Orchestra und zuletzt beim San Francisco Symphony Orchestra. 2023 schloss sie einen Masterstudiengang in Sozialer Arbeit ab, mit dem Schwerpunkt auf der Arbeit mit Kindern und Familien mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Sie verfügt zudem über Abschlüsse in Tanz und Ethnomusikologie von der University of California, Los Angeles (UCLA).

Sophie Löschenbrand
© Leo Kalab

Blick in die Praxis (Blitzlicht): SommerMusikWoche, KörberForum

Freitag, 06. März 2026, 09:30 Uhr

Sophie Löschenbrand studierte Musikpädagogik und Instrumentalpädagogik an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie Anglistik und Linguistik an der Universität Wien und der University of Toronto. Zusätzlich absolvierte sie den Universitätslehrgang „Musikvermittlung – Musik im Kontext“ an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz. Nach einigen Jahren als Projektmanagerin für Jugendorchestercamps und Mitarbeiterin für den Bereich junges Publikum bei der Jeunesse Österreich, wechselte sie 2021 ans Wiener Konzerthaus. Hier ist sie für die Programmierung von Konzerten und Workshops für junges Publikum und die Konzipierung und Umsetzung von Vermittlungsprojekten in Kooperation mit unterschiedlichen Institutionen in Wien zuständig.

Mira Possert
© Magdalena Possert

Blick in die Praxis (Blitzlicht): SommerMusikWoche, KörberForum

Freitag, 06. März 2026, 09:30 Uhr

Mira Possert arbeitet seit 2018 in der Musikvermittlung des Wiener Konzerthauses. Während der Schulzeit besuchte sie den Hochbegabtenlehrgang für Violine an der Kunstuniversität Graz und studierte anschließend Musikwissenschaft an der Universität Wien. Ihr beruflicher Weg führte sie von der Wiener Taschenoper über ORF III und den Berliner Radiosender multicult.fm bis zur Staatsoper Unter den Linden in Berlin in die Musiktheaterpädagogik. Im Wiener Konzerthaus verantwortet sie die Organisation von Konzerten und Veranstaltungen im Bereich Pop & Alternativ und inklusive Formate.

Nazfar Hadji
© Jürgen Wahnschaffe

Blick in die Praxis (Blitzlicht): Klang des Schweigens – Resonieren, Improvisieren und Zuhören als kollektive Praxis, KörberForum

Freitag, 06. März 2026, 9:30 Uhr

Nazfar Hadji studierte Instrumentalpädagogik mit Hauptfach Klavier sowie Musikforschung und Musikvermittlung in Hannover. Derzeit ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover tätig. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich der musikpädagogischen Forschung mit ethnografischen Verfahren, der diversitätssensiblen musikalischen Bildung sowie der transkulturellen künstlerischen Musikvermittlungspraxis.

Nicola Pacha Vock
© Theresa Rundel

Blick in die Praxis (Blitzlicht): Perfect Match – Die Stadtteil-Oper „Du bist okay“, KörberForum

Freitag, 09. März 2026, 09:30 Uhr

Nicola Pacha Vock ist Orchestermusikerin und Betriebswirtin. Als Kontrabassistin ist sie Mitglied im Bridges Kammerorchester und leitet seit 2024 dessen Bereiche Education und Community.

Kian Jazdi
© Sebastian Madej

Blick in die Praxis: Social aesthetics – Neue Narrative postmigrantischer Kunst, KörberForum

Freitag, 06. März 2026, 11:00 Uhr

Kian Jazdi ist Musiker und Projektentwickler und lebt in Hamburg. Er verbindet professionelle und nicht-professionelle Künstler:innen in interdisziplinären Projekten. Mit Julian Prégardien und Catherine Pisaroni gründete er das Liedstadt Festival und ist dessen künstlerischer Co-Leiter und Geschäftsführer. Er arbeitet als Komponist, Kurator und Dozent (u.a. mdw, HfMT Hamburg) und engagiert sich in Jurys und Beiräten.

Avri Levitan
© Gregor Baron

Blick in die Praxis: Musethica – Bringing Music Education from Theory to Practice, KörberForum

Freitag, 06. März 2026, 12:00 Uhr

Avri Levitan, international gefeierter Bratschist und Mitbegründer von Musethica, studierte in Tel Aviv und am Conservatoire de Paris. Als gefragter Solist, Kammermusiker und Musikpädagoge gründete er 2012 Musethica – ein internationales Programm, das intensive Konzertpraxis in die Hochschulausbildung von Musiker:innen integriert. Musethica hat eine starke und unmittelbare gesellschaftliche Wirkung, indem es der Gesellschaft Live-Konzerte von höchster Qualität bietet.

Martina Elmer
© H. Naghsi

Blick in die Praxis: Resonanzorientiertes Touren – Verantwortung übernehmen in Zeiten des Kontrollverlusts, KörberForum

Freitag, 06. März 2026, 12:15 Uhr

Martina Elmer works internationally as a cultural manager and curator in concert and music theater. She heads the Artistic Planning of the Budapest Festival Orchestra, realizes projects with Ensemble Resonanz and Cantando Admont, and is a guest lecturer at the Paris Lodron University of Salzburg and the Anton Bruckner University. At the Salzburg Festival, she initiated and co-curated the youth programme jung&jede*r.

Joss Reinicke
© Lucia Hofmaier

Zwischenraumklänge – Verantwortung und Teilhabe in den Vermittlungsformaten des asambura ensemble

Joss Reinicke ist Dirigent und Hochschuldozent. Seit zwei Jahren ist er Mitglied und künstlerischer Co-Leiter des asambura ensemble und arbeitet intensiv mit Musiker*innen aus verschiedenen kulturellen Kontexten. Er ist Gründer mehrerer Ensembles, darunter polyLens vokal und EnsembleOhm. Neben seiner Dirigiertätigkeit folgt er Lehraufträgen an der UdK Berlin, der HfM Weimar, den Musikhochschulen Freiburg und Karlsruhe sowie der HfMDK Frankfurt in den Fächern Dirigieren, Musiktheorie, Musikpädagogik und Musikwissenschaft.

Axel Petri-Preis
© Armin Bardel

Blick in die Praxis: Künstlerische Exzellenz oder gesellschaftliches Engagement?, KörberForum

Freitag, 06. März 2026, 12:45 Uhr

Axel Petri-Preis ist Professor für Musikvermittlung und Community Music and der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Er interessiert sich in besonderem Maße für die tertiäre Aus- und Weiterbildung von Musiker_innen, Curriculums- und Hochschulentwicklung, diskriminierungssensible Musikvermittlung und ethisch-ästhetische Fragestellungen von sozial engagierten musikalischen Praktiken. Er ist editor-in-chief des International Journal of Music Mediation und war zuletzt Co-Herausgeber des Buches Turning Social. The Social-Transformative Potential of Music Mediation (2025, mdwpress).

Martin Schlögl
© Lukas Beck

Blick in die Praxis: Künstlerische Exzellenz oder gesellschaftliches Engagement?, KörberForum

Freitag, 06. März 2026, 12:45 Uhr

Martin Schlögl ist Community Artist, Kurator und Musikvermittler. Er initiierte Community Music-Projekte wie Käfigkonzerte und Grätzl Töne und war als Musik-Kurator und Spielstättenleiter u. a. für den Kultursommer Wien tätig. Als Community Music Facilitator arbeitete er mit dem Fonds Soziales Wien und Integration Wien. Er kooperiert mit Institutionen wie den Wiener Symphonikern ebenso wie mit NGOs und Kulturinitiativen aus den Grätzln. Schlögl ist Senior Artist für Community Engagement an der mdw (Fachbereich: Musik im Dialog) und Vorstandsmitglied der IG Musikvermittlung Österreich

Viktória Várkonyi
© Robert Banczik

Blick in die Praxis: Künstlerische Exzellenz oder gesellschaftliches Engagement?, KörberForum

Freitag, 06. März 2026, 12:45 Uhr

Viktória Várkonyi verbindet ihre musikalische Praxis als Geigerin und Musikvermittlerin mit Forschung: An der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ist sie Universitätsassistentin für Musikvermittlung und Community Music und promoviert zum Thema „Stage Presence as Embodied Music Mediation“. Ihre künstlerisch-pädagogische Tätigkeit reicht von klassischem Repertoire bis zu neuen Konzertformaten. 2024/25 war sie Instrumental Ambassador der Benedetti Foundation.

Caroline Prassel
© Caroline Prassel

Blick in die Praxis: Das Projekt Klangwelten – Unsere Sprache ist Musik (If you never try you’ll never know), KörberForum

Freitag, 06. März 2026, 13:00 Uhr

Dr. Caroline Prassel ist Co-Direktorin der Frankfurt Musikakademie Dr. Hoch’s Konservatorium. Die promovierte Theater- und Filmwissenschaftlerin und ausgebildete Kulturmanagerin war zunächst als Redakteurin, Texterin und Projektleiterin für verschiedene Agenturen, Zeitungen und Verlage tätig bis sie die Leitung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung Dr. Hoch‘s Konservatorium übernahm. 2018 ins Direktorium berufen, leitet sie dort das Ausbildungsmanagement, unterrichtet im Bereich Administrationskompetenz und ist u.a. für die Musikvermittlungs- und konzertpädagogischen Projekte und Kooperationen des Instituts verantwortlich.